Rode See (Dahlhoff 1.106) – Der Analyse letzter Teil.

Der Betrachtung erster und zweiter Teil haben Argumente dafür ergeben, dass die Rode See zwar nicht in „Dorisch“, jedoch in Moll oder auch in Dur stehen könnte, und die Sache bliebe wohl unausgemacht, wenn es das Stück nicht auch in einer anderen Sammlung gäbe. In der Sammlung Oude en Nieuwe Hollantse Boerenlieties en Contredansen aus dem Anfang des 18. Jhds. findet sich die Rode See ebenfalls, und zwar im dritten Teil als Nummer 215 unter dem Titel De Roo Zee:

Der A-Teil der Roo Zee steht in d-Moll, der B-Teil in D-Dur. Nimmt man die gleiche Verteilung für die Rode See in der Dahlhoffsammlung an, passen sich die in den vorangegangenen Betrachtungen festgestellten melodischen und harmonischen Eigentümlichkeiten ohne Schwierigkeiten ein. Eine Übertragung, die sich an der Roo Zee orientiert, sähe so aus:

Die Roo Zee half auch bei der ersten Note im dritten System. Diese Stelle ist unklar in der Dahlhofffassung. Wenn man der holländischen Fassung noch enger folgen will, müsste man das erste Gis im dritten System streichen.

X:1
T:Rode See
T:Dahlhoff 1.106
M:C|
L:1/4
K:Dmin
defd | e2A2 | defg | abag/f/ | efgf | e/f/d/e/"^(\#)"cA | =B/^c/d/B/ c/d/e/c/ |1 d2D2 :|2 d2D || [K:D]
|: a/g/ | f2dg/f/ | e2ce | cAB^G | A3 a/g/ | f2dg/f/ | e2ce | cAB^G | A3A |
Adde/f/ | g/f/g/a/ g2 | eee/f/"^(\=)"^g/e/ | a/^g/a/b/ a2 | efgf | e/f/d/e/ cA | B/c/d/B/ c/d/e/c/ |1 d2 D :|2 d2D2 |]

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